Wir haben den vetevo-Allergietest für Hunde gemacht

Seit mehreren Jahren nun doktern wir schon mit Puckys Gesundheit herum. Juckreiz, Analdrüsenprobleme und Ohrenentzündungen sind Zipperlein, die uns seit vielen Jahren in wechselnder Intensität durch den Alltag begleiten. Der Verdacht einer Allergie auf Bestandteile ihres Futters lag bereits längere Zeit nahe. Allerdings habe ich bisher keinen Allergietest machen lassen, weil die Aussagekraft umstritten und die Kosten sehr hoch sind.

Den bisherigen negativen Gipfel hatten wir zu Pfingsten 2019 als Puckys Ohr innen so zugeschwollen war, dass es den Gleichgewichtssinn ausschaltete, zusätzlich zeigte sie Übelkeit/Erbrechen und einen Nystagmus (Augenzucken). Pucky konnte zu diesem Zeitpunkt kaum stehen, geschweige denn laufen.

Die Nottierärztin schwankte aufgrund der Symptome zwischen Schlaganfall; Vestibulärem Syndrom, ausgelöst durch die zugeschwollenen Ohren und einem tumorösen Geschehen im Hirn.

Die Notbehandlung erfolgte mit Entzündungshemmern (Cortison), Blutverdünnern (Karsivan) und Vitamin B. Die folgenden Tage musste Pucky in einer kleinen abgedunkelten Box bleiben und wurde nur kurz zum Lösen in den Garten getragen. Beim Trinken und Fressen musste sie festgehalten werden, damit sie nicht umfiel.

Auf dem Video siehst du sie bei einem kurzen Ausflug in den Garten am Tag nach dem Behandlungsbeginn.

In den ersten Tagen danach waren die Ohren innen so zugeschwollen, dass weder Nottierarzt noch unser Haus-Tierarzt das Trommelfell sehen konnten, so dass wir erst einmal nur symptomatisch behandeln konnten. Glücklicherweise war es aber weder Schlaganfall noch Hirntumor und die Symptome gingen mit der Zeit zurück. Bis heute ist allerdings eine leichte Kopfschiefstellung geblieben.

Das war der Auslöser für eine lange Suche nach Möglichkeiten, die vermeintliche Futtermittelallergie in den Griff zu bekommen.

Möglichkeiten, eine Allergie festzustellen

Allergietests für Tiere sind nicht ganz unumstritten. Das wohl größte Problem besteht darin, dass man nicht weiß, welche Stoffe für einen Hund grundsätzlich Allergien auslösen können. Das hängt damit zusammen, dass Hunde insbesondere geruchlich eine viel feinere Wahrnehmung haben als wir Menschen und entsprechend mehr ‘Allergene’ aufnehmen können, von denen wir Menschen noch gar nichts mitbekommen. Das macht es schwer zu sagen, ob der Hund nun auf etwas aus dem Futternapf allergisch reagiert oder doch auf die ersten Pollen von Bäumen, die kilometerweit fliegen.

Insbesondere bei nur selten auftretenden Allergiesymptomen machen Tests also nur bedingt Sinn.

Allergietest beim Tierarzt

Nutzt man einen tierärztlichen Allergietest so wird dem Hund Blut abgenommen, in der Probe wird geschaut, ob überhaupt Allergene vorhanden sind. Wird man fündig folgt ein Hauttest, ähnlich wie beim Menschen. Ein Stück Haut (meist Bauchbereich) wird freigeschoren, anschließend werden an verschiedenen Punkten verschiedene Allergene aufgetragen und nach einer bestimmten Zeit wird geschaut, ob eine Hautreaktion auftritt und wo.

Die Kosten für einen tierärztlichen Allergietest belaufen sich auf 200 bis 600 €, in Abhängigkeit davon, wie viele Allergene getestet werden.

Doch Tierärzte raten häufig von diesen Tests ab, weil die Aussagekraft nur mäßig ist. Auch unser Tierarzt riet und davon ab.

Ausschlußdiät

Wir kamen überein, es mit einer Ausschlußdiät zu versuchen, um festzustellen, auf welche Futtermittel Pucky reagiert. Dabei stellt man das Futter zuerst aus nur 1-2 Komponenten zusammen, die der Hund entweder wirklich verträgt oder mit denen er noch nie Kontakt hatte. Das kann z.B. eine für den Hund neue Fleischsorte sein (z.B. Strauß, Känguruh, Büffel). Merkt man nach ca. 5 Wochen keine Reaktion, gibt man eine weitere Komponente (z.B. Kartoffeln) hinzu und schaut über mehrere Wochen wieder, ob es zu einer Reaktion kommt oder nicht und so weiter. Wichtig bei dieser Methode ist es, dass die gefütterten Komponenten wirklich frei von jeglichen Zusatzstoffen sind, da der Hund auf diese reagieren könnte. Man kommt hier also nicht ums Thema BARFen herum.

Sofern der Hund eine reine Futtermittelallergie hat, kann das ein sehr guter Weg sein, Futtermittel langfristig so zusammen zu stellen, dass keine Allergene mehr gefüttert werden. Der Nachteil an der Ausschlußdiät ist, dass es sehr lang dauern kann, bis man verwertbare Ergebnisse hat, in der Zwischenzeit kann es aber auch zu einem Nährstoffmangel kommen, wenn man nicht ausgewogen füttert. Ein weiterer Nachteil: In dem Moment, in dem der Hund doch etwas anderes frisst, muss der aktuelle Test wieder von vorn beginnen, wenn man es richtig machen will.

Puckys Symptome besserten sich unter der Ausschlußdiät langsam, aber verschwanden nie ganz, so dass ich immer wieder neue Komponenten ausprobieren musste um langfristig eine gute Versorgung mit Nährstoffen sicher zu stellen. Hinzu kam die Sorge vor jeder Verschlimmerung des Juckreizes und der Ohrenentzündung. So etwas wie zu Pfingsten 2019 brauche ich sicher kein zweites Mal.

Als wir in diesem Frühjahr beim jährlichen Tierarzt-Check waren und wieder einmal die Ohren entzündet waren, stiegen wir dann doch mal auf ein spezielles Anallergisches Futter um. Dabei handelt es sich um ein Futter, dessen Inhaltsstoffe so fein verarbeitet wurden, dass die Futterallergene komplett aufgesplittet seien.

Leider brachte auch das nur einen mäßigen Erfolg. Der Juckreiz wurde weniger, verschwand aber nicht und auch die Ohren waren mal besser, mal schlechter. Und auch hier war die Bedingung, dass außer diesem Futter nichts gefüttert wird. Langfristig war das keine Option, da es auch das Training erschwerte, weil eben nur ‘langweiliges’ Trockenfutter als Futterbelohnung zur Verfügung stand. Und – das sage ich ganz klar – eine alleinige Trockenfutter-Fütterung lehne ich dauerhaft ab.

Als ich also mal wieder zu dem Thema im Internet recherchierte, stieß ich dann zufällig auf Allergietests, die mittels Speichel- und/oder Haarprobe durchgeführt werden. Die Probenentnahme kann zu Hause vom Tierbesitzer durchgeführt werden, die Proben schickt man per Post ein und man erhält nach der Analyse die Ergebnisse.

Allergietest für zu Hause am Beispiel des vetevo-Allergietests für Hunde

Normalerweise bin ich bei solchen Dingen skeptisch, denn auch ich bin der Meinung, dass ein Allergietest für Tiere aufgrund der fehlenden Aussagekraft, was man anschließend vermeiden soll, nur bedingt Sinn macht. Ich habe mich jetzt dennoch zu einem solchen Allergietest entschieden.

Es ging mir aber nicht darum, zu wissen, worauf Pucky allergisch reagiert; sondern zu erfahren, worauf sie NICHT allergisch reagiert. Denn ehrlich, mittlerweile war ich so verunsichert, dass ich überhaupt nicht mehr wusste, was ich dem Hund zu fressen geben sollte. Ich war zunehmend genervt von der Unsicherheit, die jedes Mal aufkam, wenn es dem Hund doch gelungen war, etwas vom Futter der anderen zu stibitzen, wenn mal jemandem was runter fiel, was sie aufnahm und jedem zu erklären, dass der Hund bitte ausschließlich das eigene Futter gefüttert bekommen dürfte.

Ich wollte also wissen, WAS sie bedenkenlos fressen kann; welches tierischen und pflanzlichen Produkte, sie auf jeden Fall verträgt; welche Kauartikel ich ihr geben kann.

Nach Sichtung verschiedener Angebote entschied ich mich für den Allergietest von vetevo. Ausschlaggebend war hier, dass mir das Gesamtkonzept gut gefiel. Neben den Allergietest in 3 Ausführungen gibt es dort auch die Möglichkeit für Wurmtests und DNA-Tests und es gab eine zugehörige App, in der die Ergebnisse aller Tests einflossen.

Also habe ich mir den Allergietest Hund in der normalen Ausführung bestellt. Es gibt noch 2 weitere Tests, die genauso funktionieren, bei denen aber auf mehr Dinge getestet wird. Da es mir vorrangig um die Futtermittel ging und die auch im kleinen Test schon mit drin sind, habe ich mich für diesen entschieden.

Wenige Tage nach der Bezahlung traf das Päckchen bei uns ein. Darin enthalten war eine nochmalige Anleitung, das Probenröhrchen und eine Identifikationsnummer. Diese einmalige Nummer dient der Zuordnung der Probe zum Kauf und zum Tier. Die App konnte man schon vorher installieren und den Test mit der Identifikationsnummer dort für das jeweilige Tier eintragen.

Wichtig ist, dass der Hund möglichst 2 Wochen frei von Medikamenten (insbesondere Entzündungshemmern und ähnlichem) ist, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Etwas schade ist es, dass man diesen Hinweis nicht direkt beim Test findet, ich musste erst nachfragen, weil Pucky gerade Medikamente bekommen hatte. Der Support hat aber sehr zügig geantwortet, so dass wir mit der Probenentnahme noch einige Tage gewartet haben.

Als Probenmaterial wird bei vetevo ein Abstrich der Maulschleimhaut und ein paar Haare (idealerweise mit Haarwurzel aus dem Brust oder Bauchbereich) gefordert.

Kleiner Tipp an dieser Stelle: Wenn dein Hund an feste Fütterungszeiten gewöhnt ist, steigt die Speichelproduktion schon vorher an und es ist leichter, die entsprechende Menge vor der Fütterung zu entnehmen. 

Die Probenentnahme selbst gestaltete sich recht unkompliziert, man muss dem Hund mit einem mitgelieferten Wattestäbchen an der Maulschleimhaut entlangfahren, bis der “Watteknubbel” feucht ist. Das war bei uns nach 3-4 mal durchs Maul fahren erledigt (wir haben das direkt vor dem Füttern abends gemacht). Am Folgetag habe ich die Probe weggeschickt und nun hieß es warten.

In der App konnte ich den Verlauf verfolgen und bekam jeden Fortschritt gemeldet: Probe angekommen, Probe für Analyse aufbereitet, Probe wird analysiert, fertig.

Ergebnis des Allergietest

Das Ergebnis bekommt man sowohl per Mail als auch direkt in der App, sobald es fertig ist. Bei uns hat das nur wenige Tage gedauert, obwohl auf der Webseite angegeben ist, dass es bis zu 6 Wochen dauern kann. Man erhält eine Liste der Stoffe, bei denen eine Unverträglichkeit festgestellt werden konnte und eine Komplette Liste aller getesteten Stoffe. Bei Pucky war das Ergebnis einerseits gar nicht so schlimm wie befürchtet (lediglich 3 Fleischsorten stehen für uns auf der roten Liste), auf der anderen Seite brachte es aber auch einige Überraschungen mit sich.

So wurden unter anderem Reaktionen auf Kartoffeln (haben wir uns schon gedacht), sämtliche Milchprodukte und Weizen festgestellt, aber auch Reaktionen auf Rapsöl, Weizenkeimöl, Kohl (Pucky sammelt mit Leidenschaft die plattgefahrenen Wirsingkohlblätter auf den Spaziergängen auf…) und Rote Bete (wird häufig als natürlicher Farbstoff im Hundefutter verwendet). Also Stoffe, die wir wahrscheinlich über eine Ausschlussdiät nie rausbekommen hätten, weil wir so kleinschrittig in 10 Jahren noch nicht dabei angekommen wären.

Hat sich das Ganze gelohnt?

Stellt sich abschließend noch die Frage, ob sich der Test für uns gelohnt hat? Wir wissen nun faktisch ja immer noch nicht, ob nicht noch andere Stoffe den Juckreiz und die Ohrenproblematik begünstigen. Was wir aber wissen ist, welche Stoffe nicht Ursache der Symptome sind. Und das ist tatsächlich ein Schritt in die richtige Richtung. Natürlich grenzt es uns in gewisser Weise wieder etwas mehr ein, weil bestimmte Futtermittel jetzt eben auch zukünftig nicht wieder angefangen werden können. Wir wissen aber relativ sicher, welche Stoffe wir kombinieren können, ohne dass es zu einer allergischen Reaktion führt. Insofern würde ich die Frage nach dem Lohn durchaus mit JA beantworten.

Pucky übrigens auch, denn das erste, was wir nach dem Testergebnis gemacht haben, war ihr getrocknetes Pferdemuskelfleisch zu geben. Das hatten wir schon vor längerer Zeit gekauft als Kauartikel, die Fütterung jedoch hatten wir eingestellt, nachdem auch das Pferdefleisch in den Verdacht geriet, den Juckreiz auszulösen. Auf Pferd gab es aber im Labor keine Reaktion 🙂

Werbelink und 10% Gutschein

Wer mich kennt, weiß, ich bewerbe und verkaufe nichts, wovon ich nicht überzeugt bin. Das ist bei den KONG-Produkten, die ich im Trainingsfall an Kunden verkaufe so; bei den Führgeschirren, die Mensch-Hund-Gespanne bei mir bekommen, wenn vor lauter Festhalten des Hundes an ein Training der Leinenführigkeit nicht zu denken ist und es ist auch bei diesem Allergietest so.

Ich glaube dieser Test ist eine sehr gute Alternative zum tierärztlichen Allergietest und war in der Durchführung so schnell und unkompliziert, dass er eigentlich für jeden Hundehalter durchführbar sein sollte.

Daher gibt’s hier einen Affiliate-Link zum Allergietest Hund. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass ich – solltest du über diesen Link einkaufen – eine kleine Provision erhalte, den Einkaufswert für dich verändert das aber nicht.

Wahrscheinlich werde ich in der Zukunft auch noch einmal den Wurmtest von vetevo ausprobieren und auch noch mal etwas genauer die kostenlose App vorstellen, da ich auch diese sehr gelungen finde. Solltest du jetzt schon mehr über diese Dinge erfahren wollen, gelangst du hier auf die Startseite von vetevo. Auch dieser Link ist ein Affiliate-Link – auch hier gilt: keine Preisänderung für dich, aber eine kleine Provision für mich.

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Geschrieben von: Tierservice Fehmarn

23. November 2021

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